Attingo hilft von Datenverlust Betroffenen mit der professionellen Datenrettung von defekten Helium-Festplatten. Mit mehr als 27 Jahren Erfahrung, spezialisierten Technikern und Ingenieuren sowie hauseigenen Reinraumlaboren rekonstruieren wir Ihre Daten auch aus den anspruchsvollsten Helium-HDDs von Seagate, Toshiba, Western Digital und HGST.
Moderne Hochkapazitäts-Festplatten ab etwa 8 TB sind nahezu ausnahmslos mit Helium gefüllt statt mit Luft. Helium hat nur ein Siebtel der Dichte von Luft – das reduziert den Strömungswiderstand im Inneren so stark, dass Hersteller bis zu 9 oder 10 Magnetplatten (Platter) in ein einziges 3,5"-Gehäuse packen können. Klassische Luftlaufwerke schaffen maximal 5 bis 6 Platter.
Die physikalischen Vorteile:
Damit das funktioniert, muss das Gehäuse hermetisch versiegelt sein – verschweißt, nicht nur verschraubt wie bei klassischen Luftlaufwerken, die über ein Belüftungsloch mit der Außenluft kommunizieren.
Helium-Festplatten arbeiten meist unter Atmosphärendruck, nicht bei normalem Umgebungsdruck. Seagate-Modelle der Exos-Baureihe etwa berichten über ihre serielle Schnittstelle Druckwerte von rund 700 mBar (ca. 10 PSI absolut) – gegenüber dem atmosphärischen Außendruck von 1013 mBar ein deutlicher Unterdruck. Dieser Wert ist kein Zufall: Er ist das Ergebnis des Befüllungsprozesses im Herstellerwerk und die Betriebsbasis, auf die alle mechanischen Toleranzen des Laufwerks kalibriert sind.
Neuere Exos-Modelle verfügen sogar über integrierte digitale Drucksensoren, die permanent Druck, Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Inneren überwachen. Weicht der Druck ab – etwa durch eine beginnende Undichtigkeit – reagiert die Firmware mit Fehlermeldungen oder verweigert den normalen Betrieb.
Praxishinweis aus unserem Labor: Ein sporadisches Verschwinden der Festplatte aus dem System oder ungewöhnlich viele Lesefehler bei sonst unauffälligem SMART sind bei Helium-HDDs häufig erste Anzeichen einer nachlassenden Dichtigkeit – lange bevor ein klassischer mechanischer Schaden entsteht.
| Symptom | Häufige Ursache | Dringlichkeit |
|---|---|---|
| Festplatte sporadisch nicht erkannt, kein Klicken | Druckverlust durch beginnende Undichtigkeit; Firmware-Sperre durch Drucksensor | Hoch sofort ausschalten |
| Viele Lesefehler, stark verlangsamte Übertragungsrate | Kopfproblem oder Druckabfall (veränderte Flughöhe der Schreib-/Leseköpfe) | Hoch nicht weiter betreiben |
| Festplatte dreht nicht hoch, kein Spin-up | Motorschaden oder Defekt auf der Leiterkarte (PCB) | Mittel keine weiteren Einschaltversuche |
| Festplatte erkannt, Partition nicht lesbar | Firmware- bzw. Translatorfehler, beschädigte Servicezone | Mittel keine Schreibzugriffe |
| Klicken oder Kratzen beim Betrieb | Mechanischer Kopfschaden (Head Crash); Köpfe berühren Plattenoberfläche | Kritisch sofort ausschalten |
| Plötzlicher Ausfall nach Sturz oder Erschütterung | Head Crash auf den besonders empfindlichen, eng gestapelten Plattern | Kritisch sofort ausschalten |
| SMART-Werte unauffällig, dennoch sporadische Fehler | Beginnender Heliumverlust; Drucksensor meldet Grenzwert, SMART noch grün | Hoch frühzeitig prüfen lassen |
Wir analysieren das Laufwerk zunächst so schonend wie möglich: Firmware-Log, SMART-Werte, serielle Schnittstelle (inkl. Drucksensorauswertung bei Seagate Exos u.a.), PCB-Check. Oft lässt sich so der tatsächliche Schadensmechanismus identifizieren, bevor das Gehäuse geöffnet werden muss.
Wenn die Ursache in der Firmware oder einem Sensorwertproblem liegt (wie bei einem kürzlich von uns behandelten Exos-Fall, bei dem nur die Firmware defekt war), ist kein physischer Eingriff nötig. Wir lösen das Problem über die serielle Schnittstelle und speziell entwickelte Diagnosetoolkits – das Laufwerk bleibt versiegelt.
Ist ein Kopftausch oder ein anderer physischer Eingriff unumgänglich, erfolgt dieser ausschließlich in unserem ISO-zertifizierten Reinraumlabor. Wir verwenden spezialisierte Werkzeuge für Helium-Laufwerke und arbeiten mit einem vorab festgelegten, zeitoptimierten Ablauf – denn nach dem Öffnen läuft die Uhr.
Noch während des Eingriffs beginnt das sektorweise Klonen der Plattenoberfläche. Moderne Imaging-Hardware erlaubt es, auch instabile Laufwerke Schritt für Schritt auszulesen und durch intelligentes Retry-Management das Maximum an Daten zu sichern.
Nicht aufgeführte Modelle: Bitte kontaktieren Sie uns direkt – wir arbeiten laufend
mit neuen Helium-Baureihen.
Eine Festplatte, deren Gehäuse hermetisch versiegelt ist und statt Luft mit Heliumgas befüllt wurde. Helium ist siebenmal leichter als Luft, was mehr Platter, niedrigeren Energieverbrauch und höhere Kapazitäten ermöglicht. Heute sind nahezu alle HDDs ab ca. 8 TB Helium-Laufwerke.
Nicht auf eine Weise, die den Werkszustand vollständig wiederherstellt. Nach einem Eingriff arbeitet das Laufwerk in einer Luftatmosphäre – es kann noch für den Auslesevorgang genutzt werden, ist danach aber nicht mehr als normales Speichermedium verwendbar. Die Datenrettung ist daher ein einmaliger, gut geplanter Eingriff.
Typisch sind rund 680–700 mBar (ca. 10 PSI absolut) – deutlich unter dem Atmosphärendruck von ~1013 mBar. Dieser Wert ist herstellerseitig kalibriert und wird von der Firmware über interne Drucksensoren überwacht.
Wenn die Firmware das Laufwerk aufgrund von Sensor- oder Druckwertproblemen sperrt, kommt keine Standard-Software bis zu den Daten durch. Es braucht Low-Level-Zugriff auf die Servicezone der Festplatte, spezielle Diagnose-Hardware und Firmware-Know-how.
Das hängt stark vom Schadenstyp ab. Rein logische oder Firmware-Probleme sind oft in wenigen Tagen lösbar. Physische Eingriffe mit Kopftausch benötigen meist ein paar Wochen, da Spenderplatten beschafft und geprüft werden müssen
Ja, in vielen Fällen. Wenn die Plattenoberflächen (Platter) noch intakt sind, können die Daten auch nach Heliumverlust gerettet werden – allerdings nur unter den kontrollierten Bedingungen eines Reinraumlabors, da die Köpfe nun in Luftatmosphäre arbeiten müssen.
Anfang 2014 hat Attingo als erster Datenretter unter der Leitung von Peter Franck ein standardisiertes Verfahren zur Datenrettung und Datenwiederherstellung von Festplatten (HUS726060ALA640) mit Helium-Atmosphäre entwickelt. Seitdem gehören Helium-Gasflaschen zur Standardaustattung in den Hightech-Laboren von Attingo. Die hierzu herausgegebene Pressemitteilung zur Datenrettung einer Helium-Festplatte sorgte für Furore. Mittlerweile zählt die professionelle Wiederherstellung von heliumgefüllten Festplatten zu den unumgänglichen Notwendigkeiten des Datenretterhandwerks.
HUS726060ALA640
HUH721010AL4201
HUH721008AL4201
HUH721212AL420y
HUH721212AL520y
HUH721212ALE60y
HUH721212ALN60y
HUH721212AL420y
HUH721212AL520y
ST12000NM0027
ST12000NM0017 (SED)
ST12000NM0007
ST12000NM0037 (SED)
ST10000NM0236 (SED/FIPS)
ST10000NM0226 (SED)
ST10000NM0186 (SED/FIPS)
ST10000NM0156 (SED)
ST10000NM0246 (SED/FIPS)
ST10000NM0216 (SED)
ST10000NM0206
ST10000NM0176 (SED/FIPS)
ST10000NM0096
ST10000NM0146
ST10000NM0086
ST10000NM0016
ST10000NM0166 (SED)
ST8000NM0206
ST8000NM0156
ST8000NM0016
WD101KRYZ
WD8002FRYZ
WD100EFAX
WD80EFZX
WD101KFBX
WD8001FFWX
WD100PURZ
WD80PUZX